Herzlichen Glückwunsch – unsere Herren wurden zum Schluss dann doch noch souverän Rheinhessenmeister. Nun geht es gegen die Meister der drei Landesverbände Saarland, Pfalz und Rheinland. In diesen drei Spielen werden die zwei Aufsteiger zur Oberliga ermittelt. Leider gibt es nur ein Heimspiel. Umso mehr würde sich unsere Mannschaft über viel Unterstützung freuen.

 Unsere Damen haben es leider denkbar knapp nicht geschafft. Das entscheidende Spiel gegen Budenheim/Mainz 05 wurde unglücklich mit 24:23 verloren. Bei Punktgleichheit (beide mit 35:5 !!! Punkte) geht der direkte Vergleich an Budenheim/Mainz 05. Trotzdem eine ganz starke Leistung und für die nächste Runde werden sie sich bestimmt wieder einiges vornehmen.

 

Bericht Allgemeine Zeitung Mainz, 02.05.2018

FSG Mainz 05/Budenheim III feiert Meistertitel

BUDENHEIM - Eine Kulisse, die nahezu bundesligawürdig wirkte, aber in der „Grünen Hölle“, der Budenheimer Waldsporthalle, noch viel mehr Stimmung gemacht haben dürfte als so manche Fankulisse in den Arenen der Erstligavereine.

Trommeln, Fanklappern und Sirenen. Beifall, Schreie und Gesänge. Schließlich „Standing Ovations“ unter den über 500 Zuschauern sorgten für eine sagenhafte Geräuschkulisse beim alles entscheidenden und letzten Match der Saison 2017/2018 in der Handball-Rheinhessenliga der Frauen. Jede kleinste Aktion wurde vom emotionsgeladenen Publikum lautstark kommentiert und beklatscht – ob gelungen für die eigene Mannschaft oder misslungen beim Gegner.

Erst in den Schlusssekunden wurde das Spiel um die Meisterschaft und die gleichzeitige Teilnahmeberechtigung an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar entschieden. Die gastgebende FSG Mainz 05/Budenheim III gewann gegen den TV Bodenheim mit einem Ergebnis, wie es knapper nicht hätte ausfallen können: 24:23 (15:14). Punktgleich rangieren beide Mannschaften an der Tabellenspitze. Aber nach dem Remis aus der Hinrunde haben die Kombinierten den direkten Vergleich gewonnen.

Freudentänze und Sektduschen auf der einen Seite – Niedergeschlagenheit und Tränen am anderen Ende der Halle. Die „dritten 30 Minuten“ werden wohl in ebenso langer Erinnerung bleiben wie die 60 an Spannung nicht zu überbietenden Spielminuten zuvor.

  „Wenn es nach mir ginge, würde ich zwei Meister küren“, betonte Verbandspräsident Klaus Kuhn bei der Siegerehrung. An die Adresse des TV Bodenheim gerichtet, sagte er: „Ihr seid nicht der Verlierer dieses Spiels, sondern der zweite Sieger.“ Überhaupt habe er ein solches Ergebnis in den letzten Jahren noch nicht erlebt, schloss er.

„Es war ein Spiel, das an Dramatik nicht zu überbieten war“, resümierte Dirk Rochow, Trainer des frisch gebackenen Meisters, der gleichzeitig den dritten Titel in Serie feierte. „Die letzte Spielminute war eine der härtesten meiner Laufbahn.“

Kein Wunder: In einer kampfbetonten, engen, dennoch fairen Partie auf Augenhöhe gelangen der Heimmannschaft drei Treffer in Serie zur zwischenzeitlichen 24:21-Führung nach knapp 57 Spielminuten. „Alle dachten, das war es – aber weit gefehlt“, schilderte Rochow. „Leichte und unnötige Fehler brachten Bodenheim zurück in die Partie.“ Denn beim 24:23 nach etwas mehr als 58 Minuten – Gäste-Trainer Markus Reese hatte zuvor eine Auszeit genommen – war das Spiel wieder offen. Nach unerträglich spannenden und nicht enden wollenden Minuten nahm auch Rochow eine Auszeit – zwölf Sekunden vor der Schlusssirene. „Die letzten Sekunden spielten wir runter und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit“, atmete Rochow, der seine Torhüterin Michelle Nicolay und Rechtsaußen Lara Hilbert sowie beim Gegner die Tochter des Trainers, Jona Reese, hervorhob, tief durch. „Ich bin beeindruckt und habe Respekt vor der Saisonleistung“, ergänzte seine Co-Trainerin Katrin Braun. „Stark, wie die jungen Mädchen auch heute diesem enormen Druck standgehalten haben.“

„Der Stolz überwiegt“, unterstrich Markus Reese, der seiner Mannschaft eine absolut starke Saison bescheinigte. „Zwei bis drei kleine Fehler haben das heutige Spiel entschieden“, sagte er, der auch auf den verstärkten Kader des Gegners mit den Oberligaspielerinnen Theresa Horstmann, Isa Graebling und Dorina Nahm verwies. „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen.“

FSG Mainz 05/Budenheim III: Nicolay; Sikora, Lennartz, Eichhorn, Hilbert (7/2), von Römer (5), Horstmann (5), Mussenbrock (1), Graebling (1), Maus, Nahm, Becker (2), Ludwig (3).

TV Bodenheim: Wagner, Jäger; Daum, Reese (5), Leber, Henz (4), Sinsel (4/2), Zimmermann, Tomaschek, Peter, Yoslun (5/2), Sagner (1), K. Weber (2), J. Weber (2/1).