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RHEINHESSENLIGA DAMEN | GUIDO STEINACKER | 19.03.2018

Bodenheimer verpassen die Vorentscheidung
Jeder bekommt einen Punkt: Das ist das Ergebnis der Titelkampf-Begegnung in der Handball-Rheinhessenliga der Frauen zwischen dem TV Bodenheim und der FSG Mainz 05/Budenheim III. Aus dem 28:28 (12:9) dürften die Gastgeber den größeren Vorteil ziehen.
Bodenheim. Es war die zweite von vier Schlüsselpartien zur Vergabe des Meistertitels in der Handball-Rheinhessenliga der Frauen. Somit galt es keineswegs, die Entscheidung über Titel und Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga zu fällen, als sich der TV Bodenheim und die FSG Mainz 05/Budenheim III gegenüberstanden. Und doch schafften die beiden Teams es, die Guckenberghalle sehr gut zu füllen, wie es in der Rheinhessenliga nur sehr selten vorkommt. Einen Sieg gab in keinem der beiden Fanlager zu feiern, denn das Spitzenspiel, das seiner Bezeichnung vollauf gerecht wurde, endete mit einem 27:27 (12:9)-Unentschieden.

Und nun? Die Bodenheimerinnen tanzten im Kreis und gaben „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ zum Besten. Sachlich korrekt, denn der Punkt reichte zur Übernahme der Tabellenführung vom eine Woche zuvor besiegten HSV Sobernheim (29:23), die den Bodenheimern den Minuspunkten nach schon längst zustand, durch den großen Spielrückstand aber nicht umzusetzen war. Aber auch für die mit zwei Minuspunkten mehr belastete FSG Mainz 05/Budenheim III bleibt die Hoffnung, sich durch einen sauberen Endspurt, in dem Siege in Sobernheim und im letzten Saisonspiel zuhause gegen den TV Bodenheim benötigt werden, über den direkten Vergleich mit dem TVB den Titel zu schnappen.

„Alles gut, ich bin recht zufrieden mit dem Punkt“, sagte FSG-III-Trainer Dirk Rochow daher. Die letzte Sequenz der Partie lief zunächst gut für sein Team und dann doch nicht gut genug. Zu Beginn der Schlussphase hatte der TVB sich durch einen Treffer von Jona Reese, die zum Jahresbeginn 2017 über ein Zweitspielrecht der FSG zum TVB gekommen war, auf 23:20 abgesetzt (51.). Doch diesen Vorsprung der Gastgeberinnen kassierten die Budenheimerinnen innerhalb der folgenden drei Minuten wieder ein (23:23, 54.).

TVB legt vor und kassiert Ausgleich

Katja Weber und Ezgi Yoslun antworteten für den TVB mit den Toren zum 26:24, dann setzte FSG-Routinier Nicole Sikora einen Siebenmeter an den linken Außenpfostenerster – ihr erste Fehlwurf des Tages von der Siebenmeterlinie, der weniger als drei Minuten vor dem Ende gar nicht gut kam für die Budenheimerinnen. Doch Lea Maus und Marlena Ludwig sorgten bis 75 Sekunden vor dem Ende für den neuerlichen Gleichstand (26:26, 59.).

Sina Henz konterte zur neuerlichen Bodenheimer Führung, Ludwig traf 22 Sekunden vor dem Ende zum erneuten Ausgleich – und nach einem Ballverlust am Kreis von Lina Sinsel, bei dem die Bodenheimer vergeblich auf einen Foulpfiff warteten, ging die Post sogar noch einmal in Richtung TVB-Tor ab. Ludwig erhielt den Ball von der rechten Seite in die Rückraummitte zurückgepasst und traf eine Idee, aber eben doch unstrittig zu spät zum vermeintlichen FSG-Siegtreffer.

Nach allem Hin und Her, Aufs und Abs für beide Teams ist diese Punkteteilung durchaus gerecht. Die FSG III legte einen Blitzstart hin (0:4, 7.), der TV Bodenheim antwortete, als er endlich in der Partie ankam, gleich mit einem 10:1-Lauf (11:5, 26.). In der Phase war der FSG-Angriff mal eben eine Viertelstunde lang lahmgelegt. Rochow musste erkennen, dass sein Angriff im Rückraum zu wurfschwach aufgestellt ist. Marlena Ludwig, die immerhin fünf Feldtore beisteuern sollte, ließe er erst in der 19. Minute den 14. Platz in der Aufstellung per Nachnominierung übernehmen.

Unsicherheit bei den Abschlüssen

Trotz ihrer fünf Tore war Rochow keineswegs ganz glücklich damit, wie sich Ludwigs Auftritt auswirkte, „sie trainiert so gut wie gar nicht mehr bei uns und wusste gar nicht, wann sie sich Würfe nehmen sollte und wann nicht“, erläuterte er seinen Eindruck. Aber auch die anderen Halben sahen nicht viel Land, so dass Sophie von Römer, die auf der Mitte einen sehr engagierten Part als Spielmacherin gab, der Aktivposten unter den Rückraumspielerinnen war, die aber eben auch nicht über den Gewaltwurf aus der zweiten Reihe verfügt.

Das Angriffskonzept der Bodenheimer wurde recht schnell offenbar. Trainer Markus Reese hatte die Halbpositionen in der Budenheimer 6-0-Deckung als Schwachpunkte ausgemacht und ließ vor allem Tochter Jona auf diese Schnittstelle ziehen – ein ums andere Mal. Es war tatsächlich eine recht ertragreiche Taktik der Gastgeber. Die größere körperliche Robustheit war ein weiterer Pluspunkt für die Bodenheimerinnen, die FSG III wiederum zeigte vor allem in der Kombination Michelle Nicolay-Sophie Weber große Qualität im Gegenstoßspiel. Auf das verzichteten die Bodenheimer ganz bewusst, vom Trainer angeordnet, dem klar war, dass dies durch das höhere Grundtempo einiger FSG-Spielerinnen nicht funktionieren konnte.

Als TVB-Torfrau Michaela Jäger es in der zweiten Halbzeit doch mal mit Steilpässen auf Sina Henz versuchte, wurde schnell offenbar, dass Reese nicht falsch lag mit seinem Misstrauen in dieses Stilmittel. Dass Tochter Jona und Ezgi Yoslun bei den Bodenheimerinnen die Offensive so dominieren, ist nicht außergewöhnlich. Natürlich setzten die Gastgeber darauf, dass Jona Reese gegen ihren anderen Verein ein paar Prozent zusätzlich einzubringen in der Lage sein würde.

Business as usual bei Reese

Die 17-Jährige kann da allerdings nichts in der Richtung bestätigen. „Natürlich ist es ein Vorteil, wenn man die Spielerinnen der anderen Mannschaft so gut kennt“, sagte sie. Aber für sie galt zur Bewältigung der besonderen Situation die Devise „Business as usaul“, und das war wohl auch der richtige Weg. Torfrau Angelina Keil, Sophie von Römer und Katharina Lennartz waren in der beendeten Saison Kolleginnen Reeses im A-Jugendbundesligateam der FSG, die für dieses Spiel im Budenheimer Rheinhessenligateam aufliefen.

Ihr Schritt, sich nach Bodenheim auszudehnen, wurde in Budenheim nicht gerne gesehen und hat Reeses Perspektiven in der FSG beschränkt, weil die Einbindung in die Aktiventeams für sie damit ausfällt. Aber es sei für sie der richtige Schritt gewesen, beharrt Reese auch im Rückblick der vergangenen 15 Monate und ist mit dem Verein inzwischen so weit verbunden, dass sie den Oberligaaufstieg unbedingt mit dem TVB erreichen will und auch fest daran glaubt, dass der spätestens nach dem letzten Spieltag der Aufstiegsrunde feststehen wird. „Am Ende waren wir etwas hektisch, aber der eine Punkt reicht uns“, ist sie sicher, dass dieser Zähler ihrem Team am Ende mehr nutzen wird als den Budenheimern.

Spiele am Wochenende 02. und 04.03.18 

Auswärtsspiel am Samstag, dem 03.03.2018

14:00 Uhr SG Zotzenheim – D-Jugend männlich 1

 

Auswärtsspiele am Sonntag, dem 04.03.2018

11:00 Uhr JSG Ingelheim – A-Jugend männlich

11:15 Uhr HSG Worms 2 – D-Jugend männlich 2

11:30 Uhr SG Saulheim 2 – E-Jugend männlich

13:00 Uhr TV Nierstein – B-Jugend weiblich

13:00 Uhr HSG Worms III – Herren II

14:20 Uhr TG Osthofen – C-Jugend männlich

15:00 Uhr HSG Worms II – Herren I

18:00 Uhr TG Osthofen II - Damen

Heimspiele am Samstag, dem 17.03.2018

14:00 Uhr E-Jugend männlich – SG Bretzenheim 3

15:30 Uhr D-Jugend weiblich – SG Bretzenheim

17:00 Uhr D-Jugend männlich 1 – TuS Kirn

19:30 Uhr Herren I – Rhein Nahe Bingen II

 

Heimspiele am Sonntag, dem 18.03.2018

10:00 Uhr E-Jugend weiblich – SG Bretzenheim 2

12:00 Uhr A-Jugend männlich – Rhein Nahe Bingen

14:00 Uhr E-Jugend männlich – TSV Schott Mainz

16:00 Uhr Damen – Mainz 05/Budenheim III

 

 

Heimspiele am Samstag, dem 10.03.2018

14:00 Uhr D-Jugend männlich 2 – SG Saulheim     16:13

15:20 Uhr E-Jugend männlich – TuS Wörrstadt

 

Heimspiele am Sonntag, dem 11.03.2018

10:00 Uhr E-Jugend weiblich – SG Zotzenheim 2

12:00 Uhr D-Jugend männlich 1 – SSV Meisenheim     19:22

14:00 Uhr Herren II – TuS Wörrstadt

16:00 Uhr Damen – HSV Sobernheim     29:23

18:00 Uhr Herren I – SSV Meisenheim     31:24

 

Auswärtsspiel am Sonntag, dem 11.03.2018

11:45 Uhr HSG Worms – C-Jugend männlich     38:16

 

 

Auswärtsspiel am Samstag, dem 03.03.2018

14:00 Uhr SG Zotzenheim – D-Jugend männlich 1     11:17

 

Auswärtsspiele am Sonntag, dem 04.03.2018

11:00 Uhr JSG Ingelheim – A-Jugend männlich     19:23

11:15 Uhr HSG Worms 2 – D-Jugend männlich 2     22:16

11:30 Uhr SG Saulheim 2 – E-Jugend männlich

13:00 Uhr TV Nierstein – B-Jugend weiblich     01:36

13:00 Uhr HSG Worms III – Herren II     22:28

14:20 Uhr TG Osthofen – C-Jugend männlich     34:17

15:00 Uhr HSG Worms II – Herren I

18:00 Uhr TG Osthofen II - Damen     15:34

 

 

 Heimspiele am Samstag, dem 24.02.2018

14:00 Uhr E-Jugend weiblich – TG Osthofen     21:14

15:20 Uhr D-Jugend weiblich – TG Osthofen     15:13

16:35 Uhr E-Jugend männlich – HSV Alzey 2     

18:00 Uhr C-Jugend männlich – SF Budenheim     29:25

19:30 Uhr A-Jugend männlich – GW Büdesheim     23:26

 

Auswärtsspiel am Samstag, dem 24.02.2018

16:10 Uhr MJSG Osthofen/Worms – B-Jugend weiblich     19:13

 

Heimspiele am Sonntag, dem 25.02.2018

10:00 Uhr D-Jugend männlich 2 – HSV Alzey     11:16

12:00 Uhr D-Jugend männlich 1 – GW Büdesheim     20:09

14:00 Uhr Herren II – HSV Alzey II     34:19

16:00 Uhr Damen – HSV Alzey     43:18

18:00 Uhr Herren I – GW Büdesheim     45:18

 

Auswärtsspiel am Sonntag, dem 25.02.2018

10:30 Uhr HSV Sobernheim – B-Jugend weiblich     13:12

Am Samstag stehen sowohl für unsere Damen als auch für die Herren Spitzenspiele an, beide Mannschaften treten auswärts bei der TuS Kirn an und wir erwarten hier sehr spannende und enge Siele.

Unsere Damen spielen um 18 Uhr, die Herren um 20 Uhr, wir würden uns freuen, viele Bodenheimer auch in Kirn begrüssen zu dürfen.

Samstag, 25.11.2017

19:30 Uhr SG Bretzenheim - Herren 1

Sonntag, 26.11.2017

10:00 Uhr weibl. E Jugend - TV Nieder-Olm

11:30 Uhr weibl. D Jugend - TV Nieder-Olm

12:00 Uhr SG Bretzenheim - männl. D Jugend 2

13:00 Uhr weibl. B Jugend - TV Nieder-Olm

14:30 Uhr männl. E Jugend - TV Nierstein

15:00 Uhr HSV Sobernheim - männl. D Jugend 1

16:30 Uhr SSV Meisenheim - männl. A Jugend

17:30 Uhr SG Saulheim - männl. C Jugend

18:00 Uhr HC Gonsenheim 3 - Herren 2

 

 

 

 

Sport aus Mainz
RHEINHESSENLIGA | GUIDO STEINACKER | 20.11.2017
Als wäre es ein Spitzenspiel
Vorige Saison ging es bei diesem Duell um den Titel, diesmal kamen die Sportfreunde Budenheim II als Mittelfeldteam zum Rheinhessenliga-Knaller zum TV Bodenheim. Erst schien der Tabellenführer klar zu dominieren, am Ende musste er um das 25:25 (14:10) froh sein.

Paul Kijowsky fand den Weg zum Tor von allen Feldspielern am häufigsten und trug acht Treffer zur Ausbeute des TV Bodenheim bei.
Paul Kijowsky fand den Weg zum Tor von allen Feldspielern am häufigsten und trug acht Treffer zur Ausbeute des TV Bodenheim bei. | Bernd Eßling
Bodenheim. Es ist eine der Überraschungen der neuen Runde in der Handball-Rheinhessenliga der Männer, dass die Sportfreunde Budenheim II im ersten Saisondrittel satte sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer TV Bodenheim aufgebaut haben. Nur zwei davon haben zwar mit den sportlichen Ergebnissen zu tun, dennoch war das vor der Runde nicht abzusehen. Somit war es rein an der Tabelle orientiert eben kein Spitzenspiel, als die Budenheimer nun beim Ersten vorbeischauten.

Alle taten dennoch so, als ginge es wie in der Vorsaison beim Duell dieser Vereine um die Punkte für den Titelkampf in der Rheinhessenliga. Und das durchaus zurecht, denn der Meister aus dem Tabellenmittelfeld knöpfte dem TV Bodenheim beim 25:25 (14:10) als erstes Team der Saison in dessen Halle einen Punkt ab.

In den ersten 13 Minuten überrollte der TVB die Sportfreunde geradezu, die vor allem offensiv nichts auf die Reihe brachten (8:1). SFB-II-Trainer Volker Schuster tat, was Trainer in solchen Situationen tun müssen und nahm die Auszeit. Fortan gingen die Budenheimer in einer 5-1-Deckung zu Werke, und der Mann da vorne, Dominik McLaurin, wurde zum auffälligsten Akteur der Sportfreunde, vor allem als dynamischer Mittemann im Angriff – so dynamisch, dass Spielertrainer Volker Schuster ihn in der hektischen Schlussphase sicherheitshalber auf die Rechtaußenposition versetzte und Daniel Marckart die Mitte übergab.

Kleinjung beklagt Verunsicherung durch Schiedsrichter

Mit der Umstellung der Gäste war die beste Phase der Bodenheimer vorbei. Bis zum 12:9 (25.) schmolz der Vorsprung in gerade elf Minuten zusammen. Für TVB-Trainer Jürgen Kleinjung ging es bei dem Verlust der Linie nicht um die gegnerische Defensivformation und was seinen Spielern dazu einfiel oder auch nicht, sondern hauptsächlich um die Verunsicherung, die die Saulheimer Schiedsrichter in seinem Team auslösten. Torsten Wethlow und Régis Feddersen hätten „nur noch gegen uns gepfiffen“, sagte Kleinjung, belegt durch drei Zeitstrafen gegen seine Mannschaft bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel gab es vor allem bei den Siebenmetern einen klaren Überhang von 5:1 zugunsten der Budenheimer, den Kleinjung ebenso wenig gerechtfertigt sah. Er fand es vor allem für die Zuschauer schade, dass auf die Art aus einem Vergleich zweier starker Rheinhessenligamannschaften ein zerfahrenes Spiel entstanden sei.

Da kann man den TVB-Trainer beruhigen: Von der Tribüne auch betrachtet, wurde den Anhängern der Teams trotzdem oder auch gerade wegen der Aufreger um manche Entscheidungen ein intensives Spiel geboten, das in Sachen Tempo und Dynamik ein deutlich höheres Niveau bot als etwas das kurz zuvor beendete Duell zwischen dem Vorjahresdritten HC Gonsenheim und Oberligaabsteiger TV Nieder-Olm in Mainz.

Vier-Tore-Vorsprung als Beruhigung

Kleinjung fand zur Pause durchaus, dass die vier Tore Vorsprung durchaus eine ausreichende Basis boten, um Ruhe zu bewahren und die Budenheimer auf Distanz zu halten. Eine gute Viertelstunde lang funktionierte das auch durchaus (21:16, 48,), doch dann brauchten die Sportfreunde II gerade acht Minuten, ehe – natürlich – Dominik MacLaurin die erste Gästeführung der Partie herauswarf (22:23, 56.).

Es hatte auch nichts mit Schiedsrichterentscheidungen zu tun, dass die Bodenheimer das Zusammenschmelzen ihres Vorsprungs durch zwei unforcierte Ballverluste hintereinander selbst einleiteten. Beim 21:19 nahm Kleinjung daher eine Auszeit (50.), konnte die Entwicklung aber nicht mehr aufhalten. Die Verstärkung der Budenheimer aus dem Oberligateam, Johannes Sturm, knallte den Bodenheimer nach Wiederbeginn zwei Rückraumwürfe in die Maschen, die den Gastgebern den Plan verdarben, sich wieder deutlicher abzusetzen.

Budenheimer Auszeit kurz vor Schluss

Weiter absetzen als um ein Tor konnte sich in der Schlussphase aber keines der Teams, die drei letzten Führungen gehörten allerdings allesamt den Gästen. Kreisläufer Fabian Racky brachte die Sportfreunde mit 25:24 in Führung (58.), Matthias Carl glich 45 Sekunden vor dem Ende aus – Zeit für Schusters nächste Auszeit. „Wir wollten einfach den Punkt mitnehmen“, erläutert der Spielertrainer, dass es nicht angesagt war, noch einmal etwas erzwingen zu wollen.

Versuchte das Team dann aber natürlich doch, verlor den Ball, Armin Henke startete durch, doch der Steilpass von Matthias Carl zwei Sekunden vor dem Ende kam zu ungenau. Außerdem hätte die Zeit nicht mehr gereicht für den Abschluss. Schuster resümierte trotz der deutlichen Annäherung an die Form der Vorsaison ein in manchen Belangen durchaus normalen Auftritt seines Teams. „Wir spielen eigentlich immer ganz gut, aber wir scheitern an unseren Würfen.“

 
Rheinhessenliga-Tabellenführer TV Bodenheim hat Oberliga-Absteiger HSV Sobernheim in dessen Halle besiegt und somit für Luft an der Tabellenspitze gesorgt. Die FSG Mainz 05/Budenheim III ist offenbar wieder voll in der Spur und mausert sich zum ersten Verfolger des TVB.
 
Rheinhessen. Die souveräne Rolle des TV Bodenheim in der bisherigen Rheinhessenligasaison der Frauen setzt sich aus zwei Elementen zusammen: Der Dritte der vergangenen Runde gewinnt alle Spiele und ist das einzige Team der Spitzengruppe, das ohne Punktabzug in die Runde ging. Macht nach gerade sieben Spieltagen nach dem 29:19 (16:9)-Erfolg beim HSV Sobernheim eine recht klare Sache für den TVB von drei bis vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger.
 
Am Saisonbeginn wären diese Punkte beim damals noch etwas breiter aufgestellten Oberligaabsteiger wohl nicht so einfach zu holen gewesen. Tatsächlich war der HSV bisher nur wegen des Punktabzugs sowie eines weniger ausgetragenen Spiels hintendran. Doch nun kam auch der erste starke Gegner für den HSV – und schon wuchs der Rückstand an. Die Sobernheimer sprechen von einem „ärgerlichen Spiel“, weil sie Mitte der ersten Halbzeit ihre Führungen an die Gäste verloren und dann alle Comeback-Bemühungen im Sande verliefen.
 
Zur Pause alles geklärt
 
Die Eins-gegen-Eins-Stärke des TVB begann sich nach einer eher mäßigen ersten Viertelstunde der Gäste durchzusetzen. Die Weber-Schwestern, Ezgi Yoslun und ein Doppelpack von Lara Sagner drehten die Partie zur 9:5-Führung (20.). Und zur Pause war eigentlich alles geklärt. In der zweiten Halbzeit bauten die Bodenheimer den Vorsprung sogleich auf die zehn Tore aus, die auch am Ende noch Bestand haben sollten (20.10, 35.). Das hatte auch nichts mit den personellen Einschränkungen des HSV zu tun, die Sobernheimer beklagten schlicht einen schlechten Tag.
 
Aber es ist natürlich ein Faktor, dass TVB-Trainer Markus Reese seit Saisonbeginn durchweg ohne personelle Einschränkungen arbeiten kann, eine ganz andere Situation als in seinem ersten Jahr bei TVB. Da hilft der aufgestockte Kader, aber es gab bisher auch keine neuen Verletzungen – bleibt es dabei, dürfte es der Konkurrenz schwer fallen, den Rückstand aufzuholen.
 
TV Bodenheim: Bonewitz, Wagner - Sagner (6), Reese (5), J. Weber (5/1), K. Weber (4), Hinz, Sinsel, Yoslun (je 3), Daun, Leber, Peter, Tomaschek, Zimmermann (je 1).

Eine interessante, aber rein hypothetische Frage ist es, ob der TVN die Trennung von Herberg nach drei Jahren auch zu diesem Zeitpunkt verkündet hätte, wenn die Mannschaft sich verlustpunktfrei an der Tabellenspitze befände. Herberg könnte einiges anführen aus dem Trainingsalltag, das entscheidend dazu beitrug, dass die Leistung in Osthofen in den verlorenen Auswärtspartien in Budenheim und Bodenheim nicht möglich war.

Dort, beim anderen Oberligaabsteiger, hatte Tabellenführer TV Bodenheim in seinem ersten Saisonspiel deutlich schlechter ausgesehen (26:37). Was, wie nun in der Büdesheimer Halle zu sehen war, keinen Dreisatz zum Berechnen des Leistungsverhältnisses zwischen TVB und TVN erlaubt, zumal das Heimspiel der Bodenheimer gegen die Nieder-Olmer wiederum ganz klar an die Gastgeber ging.

Ansonsten hatte sich der TV Bodenheim seine Tabellenführung durch die Siegesserie seit der Auftaktniederlage gegen eher schwächere Tams erarbeitet, so dass das Auswärtsspiel beim SSV Meisenheim ein erster Testfall seit längerem war, ob der schöne Schein nicht doch trügt beim TVB. Auch Trainer Jürgen Kleinjung hatte ganz offiziell seine Bedenken, schon wegen des Punktverlusts an selber Stelle in der Vorsaison.

Keine Anlaufzeit erlaubt

Zusammen mit dem, was er vom Gegner bei dessen Auswärtsspiel in Bretzenheim gesehen hatte, vor allem in der ersten Halbzeit, ergab sich die Lehre, dass es keine Anlaufzeit geben durfte in Meisenheim. „Gleich mit dem Kopf dabei sein, den Fokus auf die Deckung legen und gar nicht darüber nachdenken, dass ohne Harz gespielt wird“, wollte Kleinjung sehen.

Und genau so bekam er es beim 28:23 (17:11)-Sieg zu sehen. „Wir haben eine traumhafte erste Halbzeit gespielt und bis zur 45. Minute immer klar geführt“, betonte Kleinjung. Höchster Vorsprung war zwar das 19:11 kurz nach Wiederbeginn (34.), aber auch in der etwas gedämpften zweiten Halbzeit wurden immer mindestens sechs bis sieben Tore Vorsprung registriert– erst mit dem letzten Treffer schmolz dieser dann auf fünf zusammen.

„Wir mussten so dominant auftreten, wie wir es getan haben, sonst hätte es nicht geklappt“, ist Kleinjung sicher. Auch der Tabellenführer holt seine Punkte eben nicht im Vorbeigehen. Hatte in Bodenheim aber auch nie jemand behauptet.

HSV Sobernheim : TV Bodenheim 19:29

Wahnsinn - anders kann man dieses Gefühl nicht beschreiben!
Am frühen Samstagabend ging es für die Donkeylinen zu den HSVlern nach Bad Sobernheim, zu einem der TOP-Spiele der diesjährigen Rheinhessenligasaison. Schon ab Anpfiff war klar, dass das kein einfaches Unterfangen werden sollte.

Bis zur 18. Minute begegneten sich die Teams auf Augenhöhe, bis, ja bis eine kleine flinke Linksaußen auf Seiten des TVB die Lust am Torewerfen fand und die Kugel immer wieder ins Tor zauberte. Die Stimmung in der Halle war aufgrund der knapp 200 Zuschauer entsprechend gut.

Die Abwehr der Mädels stand gut zusammen und verlor auch bei Gegentoren durch die starken Sobernheimerinnen nicht die Ruhe. So konnten Ballgewinne erzwungen und einfache Tore über die erste und zweite Welle erzielt werden, sodass sich die Donkeylinen über 5:9 bis zum 9:15 kurz vor der Pause absetzen konnten. Höhepunkt des Bodenheimer Höhenfluges war der direkt verwandelte Freiwurf von Trainertochter und Küken Jona zum Halbzeitstand von 9:16 aus Sobernheimer Sicht.

Nach der Pause ließen die Mädels nicht nach und erstickten die Hoffnungen der Sobernheimerinnen auf eine Aufholjad im Keim, bis der Vorsprung auf 10 Tore ausgebaut und das Endergebnis mit 19:29 erreicht war. 
Durch den erneut doppelten Punktgewinn grüßen die Eselweibchen weiterhin verlustpunktfrei von der Tabellenspitze!

Ein ganz großer Dank gilt den zahlreich mitgereisten Anhängern des TVB, die selbst vor längeren Auswärtsfahrten nicht zurückschrecken und die Mädels lautstark unterstützen! Wir hoffen sehr, dass auf diesen Trumpf auch in den kommenden Spielen gebaut werden kann!
Die nächste Möglichkeit gibt es dazu am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr gegen den HSC Ingelheim bei uns am Guckenberg.

Ein kleiner Tipp:
Am Sonntag bietet sich ein schöner Tag in der Halle an, da bereits um 14 Uhr unsere zweite Herren auf die Reserve des TV Nierstein trifft und sich im Anschluss an das Spiel der Donkeylinen der Vizemeister und Meister der vergangenen Saison der Männer-Rheinhessenliga zum Spitzenspiel gegenüberstehen: TV Bodenheim I : SF Budenheim II.

Wer tatsächlich einen Tagesausflug zum Guckenberg plant, dem seien auch die Spiele unserer Jugendmannschaften an diesem Tag ans Herz gelegt. Schon um 10 Uhr trifft unsere männliche D-Jugend 2 auf den TV Nierstein. Daran schließt sich die Begegnung der männlichen C-Jugend gegen die HSG Worms an (12 Uhr).

Also...

ALLE IN DIE HALLE - wir freuen uns auf Euch!

Bericht Sport aus Mainz, 09.11.2017

Gleich drei Mal jenseits der 40
Es war der Spieltag der klaren Angelegenheiten. Nicht nur Tabellenführer TV Bodenheim fuhr in der Handball-Rheinhessenliga der Frauen einen Kantersieg ein.

Rheinhessen. Es war der Spieltag „die oben gegen die unten“, Favoriten gegen zweite Tabellenhälfte der Rheinhessenliga der Frauen. Kein Wunder also, dass die Resultate durch die Reihe überdeutlich ausfielen. Gleich drei Mal purzelte die 40-Tore-Marke. Auch Tabellenführer TV Bodenheim war daran natürlich beteiligt, im Heimspiel gegen die TG Osthofen 2 konnte das 44:24 (16:12) nicht überraschen.

Allerdings: Dieser Kantersieg war keineswegs eine lineare Geschichte. Nach dem 8:1 (10.)-Beginn ging es erst einmal in die andere Richtung. „Da haben wir etwas den Faden verloren“, musste Trainer Markus Reese bekennen. Und das ist selbst beim Tabellenführer kein seltenes Ereignis in dieser ansonsten bisher perfekten Runde, „ein altbekanntes Phänomen, dass wir so ein Spiel nicht einfach durchziehen“, betont Reese vielmehr.

Die Bodenheimer Trefferquote halbierte sich in den 20 Minuten bis zur Pause, die Osthofenerinnen waren plötzlich um das Zwölffache besser als bis dahin. Rein mathematisch betrachtet. Aber Sorgen machen musste, die Bodenheimer sich um den klaren Erfolg natürlich nie, nicht nur, weil es in der Partie nie enger wurde als die vier Tore Differenz zur Pause.

Bodenheimer setzen auf zweite Halbzeiten

Die effektivste Waffe der Bodenheimer wirkt so langfristig wie zuverlässig, davon geht Reese bis zum Beweis des Gegenteils bis auf weiteres aus. Die offensive 4-2-Deckung hat mitnichten nur den Zweck, Ballgewinne zu generieren, um einfache Treffer über den Tempogegenstoß zu erzielen. Sie zielt auch auf die zweite Halbzeit. „Es macht sich dann bei den Gegnern bemerkbar, wenn sie durch unsere Abwehrformation immer die langen Wege gehen müssen“, sagte Reese.

Allerdings stimmte die These nicht so ganz, jedenfalls gegen die TGO 2, denn die war auch nach dem Seitenwechsel in der späteren Phase deutlich besser dabei als am Anfang. Der TVB baute seinen abgemagerten Vorsprung innerhalb von elf Minuten um zehn Treffer auf (30:16, 42.), während in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Tore mehr Abstand dazukam. Konditionelle Probleme zeigten die Gäste dagegen nicht, die Bank der Mannschaft von Tobias Steffes, der sein Team diesmal nicht selbst coachte, war voll besetzt.

In den Wochen vor Weihnachten kann der TV Bodenheim zwei potenzielle Hauptkonkurrenten in direkten Duellen abhängen – oder mit der Tabellenführung zum Fest wird es Essig sein. Sowohl beim aktuellen Zweiten HSV Sobernheim, als auch beim Verfolger TuS Kirn muss Reeses Team mit Sicherheit alles raushausen, was nur geht um zu bestehen. Dafür war so ein Heimspiel gegen einen überforderten Tabellensiebten sicher nicht die optimale Vorbereitung.

 

Zur Lage der Liga

Der HSV Sobernheim war am Spieltag nicht beteiligt, TVB-Trainer Markus Reese hätte sich vor dem Aufeinandertreffen mit dem Oberligaabsteiger daher nicht einmal einen aktuellen Eindruck vom verletzungsgeplagten Gegner machen können. Alle Mannschaften dahinter haben bereits ein- oder mehrfach verloren. Wie in der vorigen Saison, hat sich an der Spitze recht früh ein Quartett eingefunden, das sich vom Rest der Liga abzusetzen beginnt. In fast der gleichen Besetzung, nur dass die Sobernheimer den abgestürzten Vizemeister SG Saulheim ersetzen.

TV BODENHEIM - TG OSTHOFEN 2 44:24 (16:12)
TV Bodenheim: Wagner, Bonewitz - Henz (10), Yoslun (7), Reese (6), Sagner, J. Weber (je 5), Sinsel (5/1), K. Weber (2), Leber (2/1), Heines, Peter (je 1), Daum, Tomaschek.

TG Osthofen 2: Morasch - Reimann (5/1), Roos (4), Rindchen (3), Deubel, Wurm (je 2), Gallei (2/1), Blankenstein, Kretz, Schlösser (je 1), Hambrecht, Popple.

Schiedsrichter: Sebastian Bökamp.

Zeitstrafen: 0 - 2. Siebenmeter: 2/2 - 5/2.