Sport aus Mainz, Montag, 25.11.2019

Zu viel klappt am Ende nicht

Auswärts tut sich Handball-Oberligist TV Bodenheim weiter deutlich schwerer als in der eigenen Halle. Zur 20:23 (12:14)-Niederlage beim TV Bassenheim ergab allerdings ein Mix aus ungünstigen Umständen und der Leistung die sechste Saisonniederlage.
Lara Sagner war in Bassenheim beste Feldtorschützin ihres Teams, vergab aber auch gleich zwei Siebenmeter.
Lara Sagner war in Bassenheim beste Feldtorschützin ihres Teams, vergab aber auch gleich zwei Siebenmeter. | Archiv/Eßling

Bassenheim. Man könnte diese sechste Saisonniederlage alleine schon aus den statistischen Werten erklären. Drei verworfene Siebenmeter, vier Zeitstrafen mehr als der Gegner, alleine das war die drei Tore Unterschied bei der 20:23 (12:14)-Niederlage des TV Bodenheim beim TV Bassenheim locker wert. Es verstärkt sich der Eindruck, dass die Handball-Oberligafrauen sich auswärts einige Schwächen erlauben, die in der heimischen Guckenberghalle nicht so deutlich zu sehen sind.

Einige Begleitumstände zeigten dann allerdings doch, dass den Bodenheimerinnen die Ausgangssituation wie auch die eine oder andere Entwicklung in diesem gewinnbaren Spiel in die Quere kamen. Schon im Training war Mittespielerin Ezgi Yoslun ein weiteres Mal umgeknickt und konnte nur rund 20, spürbar gehemmte Minuten auf dem Feld verbringen. Kreisläuferin Lisa Sinsel schaffte es nur auf die Bank, ebenso Svenja Daum, Marie Tomaschek war privat bedingt erst gar nicht dabei.

Um die 40. Minute fielen dann auch noch Katja Kuntz und Jaqueline Wagner aus, die Torfrau bekam einen Wurf der Bassenheimer Kreisläuferin voll ins Gesicht. „Und trotzdem waren wir bis in die Schlussphase dran“, will Trainer Markus Reese dies nicht komplett als Grund für die Niederlage werten, denn noch beim 17:17 (43.), mit dem die Bodenheimerinnen einen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt hatten (12:16, 34.), war gar nicht abzusehen, wie sich das letzte Viertel des Spiels entwickeln würde.

Fehlte einiges am Schluss

Mit dem Anschlusstreffer zum 19:20 (52.) aber hatten die Bodenheimer ihr Pulver plötzlich verschossen, „immer dumm, wenn man dann in der 53. Minute wieder einen Siebenmeter kassiert und einen Überlaufangriff  vergibt – da kam einiges zusammen, das uns nach hinten heraus fehlte“, sagte Reese. „Man muss in so einem engen Spiel eben möglichst alles verwerten.“ Wie den Siebenmeter, den Lara Sagner, die auf ihrer Linksaußenposition erneut zur Hauptschützin wurde, eineinhalb Minuten vor dem Ende vergab und damit beim Stand von 20:23 die letzte Chance, noch einmal heranzukommen.

So müssen die Bodenheimerinnen im nächsten Heimspiel gegen die TG Osthofen eben belegen, dass sie ihre Trutzburg Guckenberghalle als solche zu verteidigen wissen. Reese hat von den langjährigen Stammkräften im Team schon von den heißen Duellen mit dem Oberligaabsteiger in früheren gemeinsamen Rheinhessenligaspielzeiten gehört – von dieser speziellen Leidenschaft hofft er im Heimspiel am Samstag (19 Uhr) etwas zu sehen.